Megara, Griechenland

Hand in Hand  - Ein Begegnungsraum entsteht

Megara 2026

Ein Video von 
David Finscher & KuKuk Kultur e. V. 

Projektbericht

Im April 2026 wurde aus einer großen Idee ein sehr konkreter Ort zum Spielen, Klettern, Begegnen und Zusammenkommen: Gemeinsam mit Delta Dyo NPO, der Stadt Megara und einer Gruppe von St. Josef Stuttgart setzte KuKuk Kultur e. V. in Megara das deutsch-griechische Jugendprojekt „Hand in Hand“ um. Möglich wurde das Projekt durch die Unterstützung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks, von KIWANIS und Children for a better World.
 
Delta Dyo NPO ist ein griechischer Verein, der von Evi Koutsospirou geleitet wird und Kultur-, Jugend- und Begegnungsarbeit in Griechenland gestaltet. Für dieses Projekt war Delta Dyo unser zentraler Partner vor Ort: mit viel Herz, Organisationstalent, lokaler Verbindung und einem offenen Blick dafür, wie aus einem Bauprojekt eine echte Begegnung zwischen Menschen werden kann.
 
Die Anreise war schon der erste Teil des Abenteuers. Während die Gruppe von St. Josef mit dem Flugzeug nach Griechenland reiste, machte sich KuKuk mit Auto, Anhänger und Fähre auf den Weg, um Werkzeuge, Material und große Bauteile wie die Nestschaukel sicher nach Megara zu bringen. So kam am Ende alles zusammen, was es für diese intensive Projektwoche brauchte: Menschen, Material, Werkzeug, Motivation
und die gemeinsame Lust, etwas Bleibendes entstehen zu lassen.
 
Insgesamt waren über 30 Freiwillige an dem Projekt beteiligt. Jugendliche und junge Erwachsene aus Stuttgart arbeiteten gemeinsam mit Menschen aus Megara, mit dem Team von Delta Dyo, mit pädagogischen Begleiterinnen und erfahrenen Spielplatzbauerinnen. Es wurde gesägt, geschraubt, getragen, gegraben, gelacht, übersetzt, diskutiert und immer wieder neu angepackt. Aus einzelnen Händen wurde schnell ein gemeinsamer Arbeitsrhythmus, und aus vielen kleinen Aufgaben entstand Schritt für Schritt ein neuer Spielraum für Kinder vor Ort. 
 
Eine unglaublich wichtige Rolle spielte dabei die Stadt Megara und besonders Bürgermeister Takis. Seine Unterstützung, seine Offenheit und sein Wille, dieses Projekt möglich zu machen, waren entscheidend dafür, dass aus der Idee tatsächlich Realität werden konnte. Wir sind sehr dankbar für die Zusammenarbeit und für die Kraft, die von kommunaler Seite in dieses Projekt gelegt wurde. 
 
Doch „Hand in Hand“ war mehr als eine Baustelle. Die Jugendlichen aus Stuttgart konnten erleben, wie es ist, mit den eigenen Händen etwas Sichtbares zu schaffen, Verantwortung zu übernehmen und in einer internationalen Gruppe zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig entstanden viele Momente, die man nicht planen kann: Gespräche beim Essen, gegenseitige Hilfe beim Arbeiten, Lachen über Sprachgrenzen hinweg und das gute Gefühl, gemeinsam etwas geschafft zu haben. 
 
Delta Dyo organisierte zusätzlich besondere Begegnungsmomente außerhalb des Bauplatzes. An einem Abend lernten wir gemeinsam traditionelle griechische Tänze kennen, immer wieder gingen wir zusammen traditionell essen, und aus der gemeinsamen Projektzeit entstanden echte Verbindungen. Einige Freiwillige begannen bereits während der Woche, Besuche und sogar mögliche Praktika zu planen. Das Projekt endete also nicht einfach mit der Eröffnung des Spielraums, sondern wirkt in den entstandenen Freundschaften weiter. 
 
Am Ende der Woche wurde der neue Spielraum gemeinsam eröffnet. Für die Kinder in Megara ist ein Ort entstanden, an dem sie klettern, spielen, ausprobieren und sich begegnen können. Für die beteiligten Jugendlichen bleibt die Erfahrung, dass ihre Zeit, ihre Kraft und ihr Einsatz wirklich etwas verändern können. 
„Hand in Hand“ war für uns ein Projekt voller Bewegung, Begegnung und gemeinsamer Energie. Es hat gezeigt, wie viel entstehen kann, wenn Partner vor Ort, Jugendliche, Fachkräfte, Stadtverwaltung, Förderer und Freiwillige an einem Strang ziehen – und wenn aus vielen Händen ein gemeinsamer Spielraum und Begegnungsraum wächst.